MIAERGER
Wann:
13. Dezember 2017 um 20:00
2017-12-13T20:00:00+01:00
2017-12-13T20:30:00+01:00
Wo:
Klappergasse
60594 Frankfurt am Main
Deutschland
Preis:
VVK: 13€ zzgl. Geb | AK: TBA

Dieses Album ist „Nichts für Feiglinge“. Aufrichtig und fragil, so schonungslos wie poetisch – wer sich auf Mia Aegerters Songs einlässt, muss damit rechnen erwischt zu werden. Ihre Stimme klingt direkt und unverstellt – und manchmal schmerzhaft ehrlich wie ihre Worte auch. Zwischen lakonischer Melancholie und bittersüßer Ironie erzeugt sie in ihren Texten eine Intensität, die einen in den Bann zieht. Die von Filmmusik inspirierten Kompositionen erzeugen eigene Bilderwelten im Kopf, ihr Singer/Songwriter-Indie-Folk kommt handgemacht,detail verliebt und mit einer Wärme daher, in die man sich fallen lassen möchte.Mias Gesang und ihre Gitarre stehen dabei ganz im Mittelpunkt, denn genau so hat sie auch alle ihre Songs geschrieben. Eine erwachsene Frau mit einem rastlosen Herz und Haltung, ohne dabei prätentiös zu sein. Irgendwie eindringlich und lässig zugleich – immer einen Finger in der Wunde und einen am Abzug.
In ihrer Heimat hat die gebürtige Schweizerin Mia Aegerter bereits vier Mundart-Alben veröffentlicht, eine goldene Schallplatte und alle großen Preise
abgeräumt. Ein anderes Land, eine andere Zeit – denn auf ihrer fünften Platte,die ihre erste hochdeutsche ist, lotet die wortverliebte Schweizerin ihremusikalische Welt neu aus. Es ist eine persönliche Metamorphose hin zu mehrMut und Zerbrechlichkeit – und zum Finden der eigenen Sprache: „Ich geb’s dirschwarz auf weiss, ich will Farbe bekennen“ wie es in der vorab erschienenenSingle Farbe bekennen heißt. Mia Aegerters Gespür für Bilder, Wortspiele undTextzeilen, die im Gedächtnis bleiben, kombiniert sie mit Themen, für die manMut braucht: auch vor Bindungsangst (Nichts für Feiglinge, Du kommst zu früh),Verlust (Wenn einer von uns, Los lass los) und Depression (Schwarzer Fleck) machtsie keinen Halt.

Am Anfang des Schaffensprozesses dieses Albums war Mia grade nach Berlingezogen, entdeckte die Musik von Nick Cave und Johnny Cash für sich und fand
Verwandtschaft bei Daughter, Agnes Obel, Lou Dillion, Feist. Ein künstlerisch-musikalischer Neuanfang beginnt. Weg vom Mainstream und dem Druck der
Musikindustrie gerecht werden zu müssen. Mia stellt sich ein kleines Teamzusammen und veröffentlicht ihre Platte selbst. Im Vordergrund stehenSelbstbestimmtheit und Wahrhaftigkeit sowie der unbändige Wunsch etwas tiefBerührendes zu schaffen. Ihre ständige Suche nach Inspiration prägt den Wegder letzten Jahre – ob der Umzug ins pulsierende Berlin-Friedrichshain oder ihreReisen allein um die Welt, nur mit der Gitarre und einer Handvoll Sachen: „EinLeben in der Comfortzone ist nicht so mein Ding…“ wie sie in dem SongVagabundin singt, und weiter: „…was soll ich denn im Hafen, wenn ich Kolumbussein kann?“

Mia Aegerter wuchs in Fribourg in der französischen Schweiz auf. IhreVielseitigkeit ließ sie nicht nur als Sängerin und Musikerin erfolgreich sein: siespielte als Schauspielerin zahlreiche Rollen in nationalen und internationalen TVund Kinoproduktionen, u.a. an der Seite von Benno Fürmann, Alexandra MariaLara, Katja Riemann. Außerdem schrieb sie als Autorin sechs Jahre langKolumnen für die “Neue Luzerner Zeitung” und für das Onlinemagazinbluewin.ch. In den letzten vier Jahren widmete sie sich intensiv dem Songwritingund schrieb für diverse internationale und nationale Künstler. Über dieseKollaborationen fand sich auch das Team, mit dem sie dieses Album realisierte– mit Martin Fliegenschmidt, der auch schon für Joy Denalane und Roger Cicerogeschrieben hat, produzierte sie ihr neues Album in Berlin; Luk Zimmermann(ehemals Lunik) mischte es in Bern. In der Zeit des Umbruchs schrieb sie nichtnur neue Songs, sondern auch Gedichte. Unter dem Titel poetry & paintingserscheint im Herbst 2017 in Zusammenarbeit mit dem weltweit renommiertenSchweizer Maler Andy Denzler ihr erster Gedichtband.

Sich immer wieder neu auszuprobieren ist für Mia Aegerter zu einer bewusstenHaltung geworden. Nichts für Feiglinge ist deshalb auch eine Aufforderung, sichdem Leben mit all seinen Unwägbarkeiten zu stellen.

 

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