BLACKBIRDS

BLACKBIRDS + ARE WE USED TO IT

Wir starten ein double feature der Extraklasse! Die ,Rock Hard Night’ im Ponyhof mit zwei Bands und ihren eigenen Songs.

• Blackbirds •
Die Frankfurter Band Blackbirds (der diesjährige Sieger des Rhoihessevision Songcontests) um den Allroundmusiker ‘Oliver Bick’ (bekannt durch die Beatles Revival Band), werden zusammen mit Bassist Tobias Wolf und Drummer Robin Staudi eingängige Pop und Rocksongs aus der eigenen Feder darbieten. Mal melancholisch, mal hart! Mit dem Fokus auf Rock and diesem Abend!!

• Are We Used To It •
Wer es gerne noch etwas härter mag, der wird sich auf Are We Used To It freuen. Die fünf Jungs aus Rodgau spielen eigene Songs mit vielen Facetten aus Rock, Metal und Alternative. Gegründet 2014 im schönen Rodgau haben die Jungs 2016 ihre erste EP ,From A Story To Survive’ aufgenommen und touren gerade durch das Rhein-Main-Gebiet.

TAIVO

Tiavo

DIE LIVEMACHT TIAVO GEHT 2019 AUF “HEADLINE TOUR”.
Um genau zu sein im November/Dezember 2019!
Jeder der Tiavo 2018 bereits live erleben durfte, weiß, dass es nicht um eine Standard Rap-Show geht. Mit ihrer neuen EP “BITTE LÄCHELN” im Gepäck kommen sie dieses Jahr in deine Stadt.
Und versprochen: Danach wird vom Club nur noch wenig übrig sein.
Mit der “HEADLINE TOUR 2019″ werden Rapper Lucy und Multi-Instrumentalist/ Producer Deon gemeinsam mit ihrer Live-Band auf 12 Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine energiegeladene Show abliefern und neue Maßstäbe setzen.
Nachdem sie bereits als Support-Act von diversen internationalen und nationalen Acts wie Mike Shinoda (Linkin Park), Machine Gun Kelly, N.F und Genetikk, Fans und Publikum erobert haben, ist es jetzt an der Zeit selbst der HEADLINER zu sein. TIAVO DIE EINZIGEN ROCKSTARS IM RAPGAME.

 

Support: YAKAMA

STEREOGOLD

Von Welt + Stereogold

An dem Punkt, an dem andere Musiker die Reißleine ziehen, um endlich ihr BWL Studium zu Ende zu bringen, haben Von Welt eine andere Leine gezogen: die drei Jungs sind drei Jahre lang getourt. Von Welt sind reifer geworden. Stereogold wiederum pendeln um die goldene Mitte zwischen jugendlicher Abenteuerlust und hoffnungsvoller Melancholie. Anstatt sich vom gängigen Weltverbesserungspathos anstecken zu lassen, verwandeln die Kölner jede Bühne in einen Schauplatz. Im Dezember kommen Von Welt und Stereogold gemeinsam auf Headliner-Tour.

Von Welt

Stereogold

SILVESTERRODEO

Silvester-Rodeo

Die letzte Party 2019!
Und die erste Party des Jahres 2020!
Eintritt 10€
Party bis open end!!!
Ein wilder Ritt durch die Musik-Prärie mit einer wilden Mischung aus:
90s
Dance/House
HipHop
Charts
Und dem ganzen Rest, den das Herz begehrt.

Also striegelt die Rakete und ab auf den Sattel, denn hier wird das Tanzbein ins neue Jahr geschwungen!

Eintritt 10€ – die ersten 50 Gäste bekommen ein Freigetränk im Wert von 3€

AURORANOVEMBER

AURORA – 10. GEBURTSTAG

Es ist soweit – wir feiern unseren 10. Geburtstag im Herzen von Sachsenhausen, im Club PONYHOF. Sergo und Janeck garantieren wieder: Ost-Europa für Ohren und Beine im speziellen Geburtstagsprogramm.Das beste Geschenk für uns ist gute Laune der Gäste, bringt sie also bitte mit und wir sorgen dafür, dass sie noch besser wird! Getanzt, gehüpft und geklatscht wird gleich vom Einlass bis zum Schluss. Jede “Aurora-Party” entwickelt sich schon gleich ab Mitternacht zu einem echten Fest. Schwer zu glauben, aber in der Mitte der europäischen Banken-Hauptstadt gibt es eine echte Ausflugsmöglichkeit, die die Stimmung einer wilden Hochzeit irgendwo in Karpaten erleben lässt!

Hannahfalco

HANNAH & FALCO

Hannah & Falco – Field Notes

Das Beobachten der Außenwelt, der Lebensrealitäten anderer oder letztlich auch der der eigenen Gefühlswelt – die wohl wichtigsten Mittel, um Songs zu schreiben. Und zwar Songs, denen man sofort die Worte „stark”, „bewegend” oder „gefühlvoll” zuordnen würde, weil sie ganz unvermittelt das Potenzial entwickeln, abzuholen, einzunehmen und nicht mehr so schnell wieder loszulassen.

Dem Würzburger Folk-Duo Hannah & Falco gelingt es, genau diese Gefühle aufkommen zu lassen. Vielleicht gerade, weil die Beiden ganz genau hinsehen – auf das eigene Innenleben, die Beziehung zueinander und zu anderen. Nicht ohne Grund trägt ihr Debüt Album den Titel „Field Notes”, in Anlehnung an skizzenhafte Beobachtungen und krude Notizen über die Welt. Hannah & Falco präsentieren hier ein Sammelsurium an Geschichten, das die gesamte Gefühlspalette von hinreißendherzerwärmend, ironisch-resigniert bis melancholisch-nachdenklich abdeckt. Der charakteristisch mehrstimmige Gesang der beiden lenkt durch die unterschiedlichen Erzählungen und Klanglandschaften und legt die umwerfende Chemie zwischen Hannah Weidlich und Falco Eckhof frei, die in ihrer folk-poppigen Softness an internationale Projekte wie Better Oblivion Communitiy Center (Conor Oberst & Phoebe Bridgers), Bright Eyes oder Angus & Julia Stone erinnert.

Für Live-Auftritte erweitert das Paar seine Stärke zu zweit außerdem um ihre Band, “The Familiar Faces”. Mit Unterstützung von Geige, Kontrabass, Keys und Drums bringen die Beiden ihren besonderen Sound zwischen Folk und Americana in seiner ganzen Fülle und Variationsreichtum auch auf die Bühne. Naheliegend also, die Aufnahmen für das Debüt live und gemeinsam zu bestreiten, ganz in Anlehnung an die Wurzeln des Genres. Produziert von Oliver Zülch (Sportfreunde Stiller, Granada, Die Ärzte) und aufgenommen in den Hamburger Clouds Hill Studios, ist „Field Notes” auch klanglich der nächste Schritt für das junge Duo.

Nach zahlreichen Auftritten auf beliebten deutschen Festivals (u.a. Puls Open Air, Hafensommer Würzburg, Nürnberg-Pop) in 2018 steht für den Herbst 2019 nicht nur das Release des Debüt Albums an, sondern auch eine ausgedehnte Release-Tour, mit einem gut gefüllten Festivalsommer als Vorbote.
Damit sind Hannah & Falco auf dem besten Weg, eine der vielversprechendsten Vertreter hochklassiger, intimer Folk Musik aus Deutschland zu werden.

DASPARADIES

DAS PARADIES

„Ich bin das Schlimmste, was Euch passieren kann…ich bin nur der Schimmer eines Irgendwann“.
Schon die ersten Zeilen und Takte dieses Albums lassen erahnen:
Das Paradies ist eine Wohlfühloase der dritten Art, ‚Goldene Zukunft’ Feelgood- Musik in schlau, die mit Erwartungen und Assoziationen 17 und 4 spielt; man weiß nicht, was das Schlimmste ist und schaut verwirrt den Melodien zu, wie sie wie Seifenblasen in einem Märchenwald aufsteigen, an den Stacheln der Zweige zerplatzen und als Holzperlen den Zwergen auf die Füße fallen.

Unser aller Goldene Zukunft sieht aktuell vermutlich kaum jemand. Nicht mal eine silberne. Sievers macht dieses Lied trotzdem zum Titelstück seines Debütalbums. Und es entpuppt sich als kluge Gegenwartsbeschreibung. Jede Zeile wirft der anderen einen Stock zwischen die Beine und einfache Antworten werden mit Phrasen als Phrasen entlarvt. Ein Geniestreich zwischen Zynismus und Menschenliebe. Ein trojanischer Überhit und als, so erzählt man sich, erster Paradies-Song eine Blaupause für Zeilen wie „Sind das da drüben wirklich Windkraft- oder Erdantriebspropeller?“ (Discoscooter) oder „Wir dürfen alles und wollen wenig und wenn wir wollen trauen wir dem Dürfen nicht.“ (Dürfen die das).

Mancher kennt Florian Sievers als Teil des Popduos Talking to Turtles. Unter dem Künstlernamen ‚Das Paradies‘ schreibt und singt Sievers das erste Mal in seiner Muttersprache, und das macht er so beeindruckend leicht, als hätte er sein Leben lang nichts anderes gemacht.
Was ist hier los?
Sievers Musik ist von Indierock der Sorte „Slacker von Weltruhm“ geprägt und mit feinen Soundtupfern aus der Reggae-, Dub- und Deephouse-Welt versehen, es herrscht eine freundliche, fast hippieeske Stimmung.

Die Wort- und Klangwelt von Das Paradies kauzt Sievers als Teilzeit-Eremit in seinem Leipziger Studio zusammen. Ein 20qm Versuch-und-Irrtum-Freiraum, nur eine Stunde ICE-Bordrestaurant vom fensterlosen aber legendären Berliner Einhornstudio seines Freundes und Produzenten Simon Frontzek entfernt. Wann immer Zeit war, nahmen sie zusammen dieses himmlische Faulenzer-Meisterwerk auf. Brückentags-Produktion zwischen Kneipe und Mischpult. Hat natürlich etwas gedauert. Ein Streber ist Das Paradies nicht.

Als Zeitauskoster sind seine Beobachtungen und die daraus resultierenden Phrasen immer wunderbar ausgereift. „Ich rauche, rauche, rauche, nur wenn ich schlafe nicht, keine Sucht, nur eine Weise, auf die meine Zeit zerbricht“ (Die Giraffe streckt sich), ist einer dieser typischen, tiefenentspannten Sievers-Sätze. Meditativ, kontemplativ. Das Paradies zweifelt grundsätzlich an jeder Position, bevor sie wohlmöglich noch zur lästigen Besitzstandswahrung verkrustet. Ist das richtige Wort gefunden, lässt er es gleich wieder ziehen. Pop als Zen-Meditation in einer Welt, in der die Menschen wieder in ihren Standpunkten verhärten.

„Das Universum weiß es auch nicht, wie ihm gerade so ist. Was wie ein Ja aussieht, könnte auch ein Nein sein. Das mit uns allen, war doch gar nicht so ernst gemeint.“ Ein Album, das uns mit diesen Zeilen entlässt, kann eine Befreiung von der Paranoia sein oder ein Plädoyer für die Entspannung oder beides.

RAKETE

JOHNNY RAKETE

Konnichiwa Space Cowboys und Space Cowgirls!

Lange war es still um den Astronauten mit Mähne. Keine Rap-Battles, keine Tour, stattdessen tagelang Animes schauen bis die Grenze zwischen Realität und Fantasiewelt verschwimmt. Kein Release, kein Lebenszeichen, dafür aber der Kampf mit sich selbst und der Versuch herauszufinden, ob der eigene Puls überhaupt noch spürbar ist oder ob die letzte Tüte doch schon geraucht wurde. Ist da noch Nachschub zu besorgen? Ist der Aschenbecher schon voll? Ist 42 wirklich die Antwort auf all diese Fragen?

Mittlerweile könnte man fast das Gefühl bekommen, dass es nach 5 EPs mit Streaming-Aufrufen im Millionenbereich wieder Zeit wird die Triebwerke hochzufahren. Zeit für neues Material. Zeit für das Solo-Debut auf Albumlänge!

Während auf den letzten Veröffentlichungen der Kopf noch irgendwo im Raum zwischen Wolkendecke und Pluto hing, ist Johnny Rakete auf seinem ersten Solo Album auf dem Boden der Tatsachen angekommen, eher noch ein Stockwerk tiefer. Es geht um Himmel und Hölle, Leben und Tod, Selbstkritik und dem Eingestehen eigener Unzulänglichkeiten. Dämonen tanzen im Schädelinnenraum zu Klassikern der Golden Era und betreiben Schwarzmalerei, die nur hier und da emotionale Lichtblicke zulässt. Musikalisch unterlegt von Partner in Crime HawkOne und eingehüllt in die Rauchwolke, die seit Tag 1 Rakete’s Begleiter ist. Das ist das Album “Trauriger Junge Mit Rauch in der Lunge“.

Präsentiert wird das ganze Live auf der „Kummer & Qualm“ Tour im November, ein mal quer durch Deutschland. Also nehmt eure emotionale Stütze an die Hand und dreht ein bisschen Zauberei ins Paper, um bestens vorbereitet zu sein für eine Reise vom obligatorischen High bis in die dunkelsten Ecken der Gefühlswelt.

DieSKeptiker

DIE SKEPTIKER

Die Skeptiker
Zu seinem 60. Geburtstag begibt sich Eugen Balanskat auf eine besondere Tour mit seiner legendären Punkband Die Skeptiker. Nicht zuletzt ein Anlass, einen Blick auf eine der ganz großen deutschen Underground-Geschichten zu werfen.

Woran bemisst man ein erfolgreiches, ein gelungenes Leben? An Auto, Eigenheim, Karriere? Wohl kaum, jedenfalls nicht nur. Was aber sind dann die Dinge, die am Ende wirklich zählen? Nehmen wir Eugen Balanskat. Nach gesellschaftlichen Maßstäben ist der Mann eine Niete: unehrenhaft aus der Volksarmee der DDR entlassen, seit 40 Jahren Führerscheininhaber ohne Fahrpraxis, gelernter Instandshaltungsmechaniker und Buchhändler, in beiden Berufen arbeitet er nicht mehr.

Ein kommerziell gescheiterter Punkmusiker, linker Querulant und Gelegenheits-Jobber: Ungefähr so würde man die Vita des Sängers der legendären Ost-Punkband Die Skeptiker nach bürgerlichen Maßstäben vermutlich zusammenfassen – und alleine daran erkennt man bereits, wie wenig diese Maßstäbe geeignet sind, die Vielfalt und Tiefe eines künstlerischen Lebens zu durchdringen.

Denn in Wahrheit ist der Texter und Sänger Eugen Balanskat, der im Februar dieses Jahres erstaunliche 60 Jahre alt geworden ist, und dessen Stimme, Kraft und Energie doch immer noch die eines jungen Mannes sein könnten, natürlich: ein Phänomen. Er hat sein Leben lang und bis heute harte körperliche Arbeit verrichtet, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Die Musik ist gewissermaßen ein Hobby geblieben, der Erfolg einstiger Weggefährten wie Feeling B war Balanskat nicht beschieden. Wenn man den Katalog der Skeptiker noch einmal durchhört: man versteht es nicht … und doch sofort.

Denn Eugen Balanskat ist auch ein Mann, der in keine Schablone passt. Durch Messe- und Veranstaltungsbau ist er stets unabhängig geblieben. In den Neunzigerjahren wurden ihm von Neonazis die Zähne eingeschlagen, „Deutschland, halt’s Maul“ singt er bis heute. Er ist ein Mann, den Freunde und Bandkollegen als absolut zuverlässig, loyal bis ins Mark, gewissenhaft und bescheiden beschreiben, der aber auch bisweilen aus der Haut fahren kann. Der seit seiner frühesten Jugend Gedichte schreibt, weil er vermutlich verrückt werden würde, schriebe er sie nicht. Der sich niemals mit der Stasi eingelassen hat, dem es um Wahrheit und Gerechtigkeit geht.

Eugen Balanskat ist mehr als alles andere: eine der prägnanten und wichtigen, ganz sicher zu wenig besungenen Figuren der Nicht-nur-Punk-Geschichte. Blicken wir einen Moment zurück.

Es waren die mittleren Achtzigerjahre, die letzten Tage der DDR. In Ostberlin hatte sich ein musikalischer Underground entwickelt, dessen Einflüsse bis heute reichen. Gruppen wie Sandow, Die Art, Feeling B, Tausend Tonnen Obst – und eben die 1986 von Eugen Balanskat gegründeten Skeptiker – waren die sogenannten anderen Bands. An dieser Stelle müssen wir ausnahmsweise die Wikipedia zitieren: „Der Punkrock der Band“, so steht es dort, „war schwer mit dem sozialistischen Realismus vereinbar.“ So könnte man es vielleicht ausdrücken, weil der Punkrock der Skeptiker mit überhaupt keinem politischen System vereinbar ist, sonst wären es nicht die Skeptiker.

Die frühe Besetzung der Band löste sich im Wendejahr 1990 sukzessiv auf, doch Balanskat machte mit wechselnden Musikern immer weiter, bis heute. Die musikalisch wichtigste Zeit der Band fiel in diesen Zeitraum: Insbesondere mit „Harte Zeiten“ und „Sauerei“ gelang ihnen der etwas andere Soundtrack zur Wiedervereinigung. Alben, auf denen Balanskat auf prophetische Weise Bedenken angesichts eines Re-Erstarkens deutscher Überlegenheitsgefühle formulierte.

Doch Balanskat passte nicht nur nicht zu DDR und BRD, er schien auch sonst in keine Schublade zu passen. Es liegt an ihm, dass man Die Skeptiker zwar jederzeit als Punk-Band, aber wiederum nicht als typische Deutsch-Polit-Punkband beschreiben würde. Brecht, Weil, der Schlager der Zwanzigerjahre und die Dadaisten sind für ihn vermutlich mindestens ebenso wichtig wie die Dead Kennedys oder Sex Pistole. Man höre sich nur seine Interpretationen klassischer deutscher Chansons der Zwanziger- und Dreißigerjahre an, etwa „Ein Lied geht um die Welt“ aus dem Album „Schwarze Boten“ oder auch die Sachen, die er in einer Skeptiker-Pause um die Jahrtausendwende mit der Band Rotorfon aufnahm.

All das und noch viel mehr liegt in der Kraft seiner Stimme, die im Grunde mit nichts vergleichbar ist. Ähnlich wie Jello Biafra und Johnny Rotten ist Balanskat ein Meister des dramaturgisch perfekt eingesetzten Zitter-Tremolos, ähnlich wie diese zeichnen sich auch Die Skeptiker durch eine ausgewiesene Pop-Sensibilität aus, dieser Band gelangen immer wieder echte Hits.

Im Gegensatz zum Punk-Klischee ist Eugen Balanskat allerdings kein No-Future-Apologet, kein Misanthrop und kein Zyniker. Zur punktypischen Wut und dem Zorn auf die herrschenden Verhältnisse kommt bei ihm eine beinahe zärtliche Sehnsucht nach Gerechtigkeit hinzu, die man zumindest im deutschen Punk kein zweites Mal findet. Niemals hat man diesen Man grölen oder schreien gehört, seine Stimme schwebt stets von aller Schwerkraft befreit über den Dingen. Eugen Balanskat geht es nicht um Hass, denn eigentlich ist er natürlich Humanist.

Allerdings einer – ein weiterer Bruch mit Erwartungen und Klischees – der optisch im meist schwarzen Gewand eines existenzialistischen Dandys daherkommt. Punk, so hat er einmal gesagt, sei für ihn nicht mit Äußerlichkeiten verbunden, sondern eine Haltung, ein Lebensgefühl – zu dem es dann gehöre, Machtverhältnisse zu hinterfragen – grundsätzlich, immer.

Balanskat ist also Idealist, kein Ideologe. Trotzdem – ein weiterer Widerspruch – ist er auch ein Meister der Parolen und insofern einer, an den man denken könnte, wenn es in diesen Tagen häufig heißt, es bräuchte einen linken Populismus, um dem rechten etwas entgegenzusetzen. Indes: Der Skeptiker ist ein nüchterner Beobachter. Er braucht die Perspektive von außen, irgendwo mitzumarschieren mindert seine Urteilsfähigkeit.

Am 15. Februar 2019 ist dieser Eugen Balanskat nun sechzig Jahre alt geworden, aber wenn man das aktuelle Skeptiker-Album „Kein Weg zu weit“ von 2018 noch einmal auflegt, klingt es frisch und absolut im Hier und Jetzt verankert. Es ist eins der besten Alben dieser aus unerfindlichen Gründen dauerhaft in der Nische angesiedelten Karriere.

Und nun kommt also der große Herbst des Eugen Balanskat und seiner Skeptiker: Von Ende Oktober bis Ende Dezember begibt sich die Band anlässlich des runden Geburtstags auf eine besondere Tour. Zeitgleich erscheint nun auch endlich ein Band mit einigen der Gedichte, die Balanskat ergänzend zu seinen Liedtexten stets schrieb und schreibt: „Innenfrost“ – 60 Gedichte zu 60 Jahren Balanskat – erscheint im November 2019, außerdem gibt es eine neue Single, für die Balanskat gemeinsam mit Jerome von ROME eine Neuinterpretation des Skeptiker-Klassikers „Hinter den Mauern der Stadt“ eingespielt hat.

Eugen Balanskat und die Skeptiker sind also nicht nur eine Band mit einer beeindruckenden Geschichte, sondern auch mit einer überaus inspirierenden Gegenwart. Und dieser begegnet man am besten auf der Straße, wo auch sonst? Wir sehen uns im Spätherbst!
(Text: Torsten Groß)

mrsgreenbird

MRS GREENBIRD

Mrs. Greenbird sind zurück mit neuem Album, neuem Programm und neuem Sound!

Das sympathische Folk-Pop-Duo aus Nippessippi hat sich eine Weile rar gemacht, neue Songs geschrieben, an Ihrem Sound gefeilt und ein eigenes Plattenlabel gegründet um sich auf das zu besinnen, was ihnen wirklich wichtig ist: Echte, authentische, handgemachte Musik mit Tiefgang und Seele. Ab April sind Sie mit neuem Sound und neuem Album zurück, um die Bühnen und die Herzen Ihres Publikums mit Ihrer ganz eigenen Magie zu verzaubern. Ehrlicher, direkter, erwachsener, intimer, persönlicher und mit mehr Raum für Experimente. Immer mit dem klaren Fokus, eine Verbindung mit dem Publikum herzustellen, gemeinsam die Musik und das Leben zu feiern und der unbändigen Mission, die Welt mit jedem Akkord ein kleines bisschen besser zu machen.
Akustische Markenzeichen sind nach wie vor mal treibende, mal sphärische Gitarren, sehnsüchtig weinende Lap-Steels, ein verträumtes Piano, Sarahs außergewöhnliche Stimme, verspielt-poetische Texte, eingängige Melodien und wunderschöne zweistimmige Harmonien. Man muss ihn einfach selbst erleben, den unverkennbaren Mrs. Greenbird Sound.

Als besonderen Gast haben sich die beiden den talentierten Singer/Songwriter Renn Anderson aus Nashville Tennessee eingeladen, der das Konzert eröffnen wird.

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